Beine

Beine sind magisch. Sie sind die Tür, der Weg, zu etwas Geheimvollem und Unbekanntem. Man könnte sich alles Mögliche, sogar unmögliches vorstellen, wohin die Beine führen.

 

Wir nennen es Glück.

 

Wir treffen andere Menschen, lernen sie kennen. Wir mögen manche davon, andere nicht; manche ekeln uns; andere sind uns gleich. Aber wir, wir wollen gemocht werden. Alles ist aufs Ziel ausgerichtet: Liebe, Akzeptanz, Freundschaft, oder einfach nur das Gefühl, einen Platz in der Gesellschaft gefunden zu haben. Wir denken, wir gehören zusammen und tun alles, um nicht alleine auf dieser Erde zu sterben.

 

Dieses Aggregat aus Nerven, Muskeln, Knochen, Derma, Blut: Die Maschine. Sie berechnet jede Bewegung und Reaktion. Sie hat das Ziel schon seit langem internalisiert. Unmöglich zu erkennen. Sie sucht das Glück und fürchtet die Einsamkeit. Automatisch und automatisiert. Als wäre es unmöglich, eine Verbindung herzustellen, in Kontakt zu treten. Fast.

 

Es ist wie Beine.

 

Eine Geste, eine kurze Bewegung, ein Blick. Ganz ganz kurz. Für ein Moment zeigt sich das Unberechenbare und Nicht-kalkulierte, ein echtes Gesicht, zwischen der einen und der anderen Maske. Ein Lächeln der ersten Sekunde, bevor es zum Grinsen wird. Dieses Etwas, das verborgen zwischen zwei Menschen steckt. Das muss es geben: Einen Schein vom richtigen Leben.

 

Man könnte sich alles Mögliche, sogar unmögliches vorstellen, wohin die Beine führen.

 

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