Patrick Harman

Patrick Harman

Patrick Harman studiert theoretische Philosophie und Jura an der LMU München. Er mäandert irgendwo zwischen Neuplatonismus und Rechtsphilosophie auf der Suche nach der großen Sache, die nur der Igel weiß.

Beiträge von Patrick Harman

Die Stimmen der Toten

Solang du Selbstgeworfenes fängst, ist alles Geschicklichkeit und läßlicher Gewinn – ; Erst wenn du plötzlich Fänger wirst des Balles, den eine ewige Mit-Spielerin dir zuwarf, deiner Mitte, in genau gekonntem Schwung, in einem jener Bögen aus Gottes großem Brücken-Bau: erst dann ist Fangen-Können ein Vermögen, – nicht deines, einer Welt. Rainer Maria Rilke I […]

Ocean Vuong

Es gibt, neben dem mehr oder minder aufrichtig mit Vokabeln, Vokalen und Klängen Experimentierenden auch dies: Dichtung. Damit meine ich das um das Wahre Bemühte, das zur Sprache kommen will. Paul Celan I Kunst, sagen manche, müsse zweckfrei sein. Ocean Vuongs Debütroman On Earth We’re Briefly Gorgeous ist nicht nur zweckfrei, sondern geradezu vergeblich. Er […]

Recht ohne Außenseite

Law, says the judge as he looks down his nose, Speaking clearly and most severely, Law is as I’ve told you before, Law is as you know I suppose, Law is but let me explain it once more, Law is The Law. (W. H. Auden, Law Like Love) I Das Recht ist in unserem Leben […]

Auf der Suche nach einer säkularen Sprache

I Die Moderne ist eine derartig facettenreiche Epoche, die mit bislang unbekannter Transformationskraft derartig vielfältige Umwälzungen hervorgebracht hat, dass es bestimmt keine gute Idee wäre, eine essentialistische Definition der Moderne formulieren zu wollen. Doch bei aller Vielfalt ist klar, dass die Säkularisierung einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet hat, den Weg zur Moderne zu ebnen und […]